Regionale Wirtschaftsgemeinschaften

Ein praktisches Konzept für ein zukunftsfähiges Wirtschaften, das gelebt werden will

Unternehmen der Teilhabergemeinschaft

Unternehmensführung

Unternehmen, die sich vollständig im Besitz der Teilhabergemeinschaft befinden, werden dauer­haft an Geschäftsführerinnen vergeben, die das jeweilige Unternehmen professionell und zukunftsfähig bewirtschaften. Geschäftsführerin kann auch die Vorbesitzerin des Betriebs sein.

Geschäftsbereich und Rechtsform der Unternehmen, an denen sich die Teilhabergemeinschaft beteiligen kann, sind nicht festgelegt. Wesentlich ist die Ausrichtung der Unternehmen auf eine zukunftsfähige regionale Wirtschaftsweise.

Finanzielle und anderweitige Förderung

Die Teilhabergemeinschaft fördert die Unternehmen durch ihre finanzielle Beteiligung und macht sie damit unabhängig(er) von Bankkrediten. Die Unternehmen zahlen keine oder weniger Schuldzinsen an die Bank. Das dadurch eingesparte Geld können sie benutzen, um zukunfts­fähiger zu werden.

Neben der finanziellen Beteiligung erhalten die Unternehmen aktiven Beistand von den Bürgerinnen aus ihrer Umgebung. Durch die offene Kommunikation der Unternehmen mit den Bürgerinnen wächst das Verständnis füreinander, Entscheidungen werden von einer breiteren Bevölkerungsschicht mitgetragen, regionale Kundinnen werden gewonnen und es ist den Unternehmen leichter möglich, sich an den Bedürfnissen der Kundinnen auszurichten. Für die Unternehmen entsteht dadurch mehr Planungssicherheit für die Absetzbarkeit ihrer Produkte.

Es geht nicht darum, nur solche Unternehmen zu fördern, die bereits zukunftsfähig wirtschaften, sondern vor allem Unternehmen durch die finanzielle und aktive Beteiligung in ihrem Bestreben nach Zukunftsfähigkeit zu unterstützen. Die konsequente Ausrichtung auf Zukunftsfähigkeit ist allerdings die Voraussetzung für die Beteiligung der Gemeinschaft am Unternehmen.

Berichterstattung

Die Berichterstattung dient dazu, den Wert der Unternehmen umfassend darzustellen. Neben den finanziellen Kennzahlen, die heutzutage in Unternehmensberichten selbstverständlich sind, spielen ökologische, soziale und regionale Kriterien zur Bewertung eines Unternehmens eine wichtige Rolle. Sie zeigen auf, wie es um die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens bestellt ist. Unter Berücksichtigung solcher Kriterien kann die Geschäftsführung Entscheidungen verständlich machen, die im Hinblick auf die zukünftige Unternehmensentwicklung sinnvoll sind, auch wenn sie kurzfristig in finanzieller Hinsicht Nachteile bringen.

Die Unternehmen, deren (Mit-)Eigentümerin die Teilhabergemeinschaft ist, verpflichten sich zu einer umfassenden jährlichen Berichterstattung, die nicht nur ökonomische Daten, sondern auch soziale, regionale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien sowie die weiteren Aspekte der Zukunftsfähigkeit berücksichtigt. Die bei der Berichterstattung zu berücksichtigenden Kriterien sollen ohne großen Aufwand messbar sein. Sie werden von der Mitgliederversammlung der Teilhabergemeinschaft in Zusammenarbeit mit den betroffenen Geschäftsführerinnen, externen Expertinnen und der Öffentlichkeit festgelegt und können jährlich angepasst werden. Die Unternehmensberichte werden auf der Website der Gemeinschaft veröffentlicht.

Transparenz

Im Sinne der Zukunftsfähigkeit wird größtmögliche Transparenz innerhalb der Unternehmen wie auch in ihrem Verhältnis zur Teilhabergemeinschaft erwartet.

Krisen führen in erster Linie zu größeren Unsicherheiten bzgl. der Einschätzung der weiteren Entwicklung. Im Sinne der Widerstandsfähigkeit berichten die beteiligten Unternehmen die erkannten Unsicherheiten und Risiken so frühzeitig wie möglich an die Teilhabergemeinschaft und erarbeiten zusammen mit Kapitalgebern, Mitarbeitern, Experten und engagierten Bürgern kreative und innovative Lösungen.

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