Regionale Wirtschaftsgemeinschaften

Ein praktisches Konzept für ein zukunftsfähiges Wirtschaften, das gelebt werden will

Stadt als Investor für kommunale Aufgaben

Die Stadt (Kommune) kann aus finanziellen Gründen das städtische Hallenbad nicht weiter betreiben. Sie will das Bad weder schließen noch an einen privaten Investor verkaufen.

Die Kommune übergibt das Hallenbad als Sacheinlage an die Teilhabergemeinschaft und be­kommt dafür im Austausch Anteile an der Gemeinschaft. Die Anteile nutzt sie, um einen Kredit­rahmen auf ihrem neuen Realo-Verrechnungskonto der Tauschgemeinschaft einzurichten.

Über das Verrechnungskonto kann die Kommune nun zum Beispiel Handwerksleistungen vergüten, die nötig sind, um das Dach einer Schule zu reparieren. Um Einnahmen für das Ver­rechnungskonto zu erzielen, kann sie kommunale Leistungen (Busfahrkarten, Leihgebühren der Bücherei, etc.) im Austausch gegen Realos anbieten. Sie könnte möglicherweise auch die Bezahl­ung der Gewerbesteuer der Unternehmen der Teilhabergemeinschaft ganz oder teilweise in Realos akzeptieren.

Für das Hallenbad gründet die Teilhabergemeinschaft ein neues Unternehmen (zum Beispiel in Form einer Sozialgenossenschaft). Zusammen mit der neuen Geschäftsführung des Bades, mit engagierten Bürgern und externen Experten erarbeitet sie ein Konzept, wie das Bad zukunfts­fähig betrieben werden kann. Vielleicht wird eine lokale Energieversorgung des Bades ein­gerichtet und die Arbeitsleistung der nötigen Renovierung wird durch Anteilsscheine an der Gemeinschaft vergütet.

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